Dich bewegen Fragen rund um globale Ungleichheit, Klimagerechtigkeit, Rassismus, die Rolle von Geschlecht, Ableismus, Klassismus oder deinen persönlichen Lebensstil?
Die eFeF-Fortbildungsreihe bietet dir die Möglichkeit, an deinen Themen dranzubleiben!

Über die Fortbildungsreihe

Was ist die eFeF-Fortbildungsreihe?

Die eFeF-Fortbildungsreihe ist ein Weiterbildungsangebot, in dem entwicklungspolitische Inhalte, Probleme und Lösungen vertieft und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten werden.

Dafür nimmst du an fünf Seminaren teil und lernst kreative und vielfältige Methoden kennen, die du in deiner eigenen Bildungsarbeit oder anderen Aktionen umsetzen kannst. Gleichzeitig entsteht dadurch die Möglichkeit, sich mit anderen spannenden Menschen auszutauschen und zu vernetzen. Dabei laden wir dich ein, in einer wertschätzenden Lernatmosphäre deine eigene Rolle und Positionierung zu hinterfragen.  

Um das Gelernte direkt auszuprobieren, unterstützt dich das Begleitteam dabei, ein eigenes Praxisprojekt zu verwirklichen – sodass du am Ende ein*e qualifizierte*r "Multiplikator*in für Globales Lernen" bist!

Aktuell: Online Vertiefungsworkshops!

Dein Empowerender Werkzeugskoffer für transformatives, wirksames Engagement
Vertiefungsangebot für Multiplikator*innen für Globales Lernen und weitere engagierten Menschen
Februar-April 2024 - Noch sind Plätze frei!
Bild von Johanna Eisl

Auf dieser Seite ...

... findest du alle Informationen rund um:

Wenn du dich fragst, wer teilnehmen kann, wie viel die Fortbildungsreihe kostet und wie du dich anmelden kannst, findest du dazu alles unter den ►​​​​​​​ Rahmenbedingungen.  

Die Fortbildungsreihe bietet einen sicheren und offenen Raum um sich zu Themen wie Klimagerechtigkeit, Rassismus, Klassismus, oder unserer eigenen Position zu beschäftigen. Sie ist sehr darauf bedacht jedem die Möglichkeit zu geben miteinander in Austausch zu treten, ob man sich schon mit den Themen auskennt oder nicht. Die Teilnehmenden lernen nicht nur viele neue, tolle Menschen besser kennen, sondern auch sich selbst.
Eine Teilnehmerin

Teilnahmemöglichkeiten

Hier findest du die drei verschiedenen Möglichkeiten, an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Je nachdem, wie dein Leben gerade aussieht und wie viele Kapazitäten dir zur Verfügung stehen, ist hoffentlich eine passende Option für dich dabei.

Diese kompakte Form der Teilnahme ist die Option, die wir empfehlen.
Um am Ende ein Zertifikat als „qualifizierte*r Multiplikator*in für Globales Lernen“ zu bekommen, musst du:

 

► Verpflichtend an fünf Seminaren aktiv teilnehmen, davon:       

  • Das Start-up-Seminar zum Thema Globales Lernen & Praxistransferprojekte
  • Insgesamt vier weitere Seminare. Davon mindestens ein bis zwei Seminare zur "Reflexion der eigenen Rolle".    
     

► Ein eigenes Praxistransferprojekt durchführen, allein oder im Team.     


► Einen Fragebogen zu Feedback und Selbstreflexion ausfüllen (am Ende der Fortbildungsreihe).
 

► Dich aktiv auf der E-Learning Plattform beteiligen.     

  • Ganz konkret bedeutet das: Evaluierungen, Vor- und Nachbereitung von Seminaren, Antrag und Evaluierung der Praxistransferprojekte, Austausch mit anderen, …


► Optional, aber stark empfohlen: das Reflect-and-Act-Seminar

  • Das ist am Ende des Jahres. Hier könnt ihr euch weiter vernetzen, euch über Erfahrungen mit den Praxistransferprojekten austauschen und allein oder gemeinsam Perspektiven entwickeln.

Diese ausgedehnte Form der Teilnahme eignet sich für alle, die aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen eingeschränkt sind (z.B. psychische Belastung, Kinderbetreuung, Arbeits- oder Ausbildungszeiten) und etwas mehr Zeit brauchen, um Seminare zu besuchen bzw. das Praxisprojekt durchzuführen.

Die Fortbildungsreihe hat die gleichen "Elemente" wie die erste Option (Zertifikat-Teilnahme kompakt), aber du entscheidest, wie du die Seminare und dein Projekt über zwei Jahre verteilst.

Bei dem Auftaktseminar (Start-up) werden die Grundlagen der Projektplanung besprochen, danach kannst du dein Projekt starten. Wenn du bereits im ersten Jahr an dem Auftaktseminar teilnimmst, kannst du dein Projekt über zwei Jahre strecken. Du kannst aber auch erst im zweiten Jahr teilnehmen und dein Projekt dann durchführen.

Zusätzlich nimmst du jedes Jahr an 1-3 Seminaren teil, sodass es insgesamt 4 sind (z.B. 2 pro Jahr). Die Abschlussveranstaltung kannst du freiwillig in einem der beiden Jahre besuchen (stark empfohlen).



Um also auch bei dieser Option am Ende des zweiten Jahres das Zertifikat als „qualifizierte*r Multiplikator*in für Globales Lernen“ zu bekommen, musst du:           
 

► Verpflichtend an 5 Seminaren teilnehmen, davon       

  • Das Start-up-Seminar zum Thema Globales Lernen & Praxistransferprojekte. Dieses dann im ersten oder im zweiten Jahr.   
  • Insgesamt vier weitere Seminare. Davon mindestens ein bis zwei Seminare zur "Reflexion der eigenen Rolle".       


► Ein eigenes Praxistransferprojekt durchführen, allein oder im Team.    


► Einen Fragebogen zu Feedback und Selbstreflexion ausfüllen (am Ende der Fortbildungsreihe).


► Dich aktiv auf der E-Learning Plattform beteiligen.     

  • Ganz konkret bedeutet das: Evaluierungen, Vor- und Nachbereitung von Seminaren, Antrag und Evaluierung der Praxistransferprojekte, Austausch mit anderen, …


► Optional, aber stark empfohlen: das Reflect-and-Act-Seminar

  • Das ist am Ende jeden Jahres. An diesem kannst du dann entweder im ersten oder im zweiten Jahr teilnehmen.

Wenn Du nur ein Seminar oder mehrere besuchen möchtest, kannst Du das auch. Dafür musst Du:


► Dich mit unserem Leitfaden zu Macht und Kommunikation vertraut machen. 

  • Ein wertschätzendes Miteinander ist uns wichtig. Dafür haben wir einen Leitfaden zu Macht und Kommunikation „Du, Ich, Wir und diese Strukturen“ entwickelt. Dort findest du Hinweise und Tipps, z.B. welchen Umgang wir uns wünschen, was es bedeutet, in der Rolle als Teilnehmer*in oder Teamer*in zu sein und viele Erklärungen zu unterschiedlichen Begriffen.  


► Jedes besuchte Seminar auf der Lernplattform evaluieren.

  • Feedback und Selbstreflexion sind integraler Bestandteil der Fortbildungsreihe.             


Ansonsten hast du keine weiteren Verpflichtungen.          
Du machst kein Praxisprojekt und erhältst kein Zertifikat.            
Bei starker Nachfrage haben Zertifikat-Teilnehmende Priorität bei der Seminarverteilung.

Seminare

In der Fortbildungsreihe hast du die Möglichkeit, unterschiedliche Seminare zu besuchen. Die Themen sind dabei sehr vielfältig und jedes Jahr werden andere Inhalte angeboten. Dabei werden die Seminare von acht unterschiedlichen Organisationen und Vereinen geplant und durchgeführt. Die Länge der Seminare ist dabei immer von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag.

Wir haben ein Dokument zusammengestellt, um dir einen kleinen Einblick zu geben, was dich bei unseren Seminaren erwartet. Darin findest du einen groben Überblick, was du mitbringen solltest, wie die Seminare grundsätzlich aufgebaut sind und was wichtig zu beachten ist, wenn du dich anmeldest.

Informationsdokument eFeF Seminare

Die Seminare finden entweder in Präsenz oder online statt. 

Wenn sie in Präsenz stattfinden, verbringst du das Wochenende mit den anderen Teilnehmenden in einem Tagungshaus und hast dabei die Möglichkeit, für dich vielleicht ganz neue Ecken Deutschlands zu entdecken. Das Tagungshaus wählt dabei die jeweilige Organisation aus, die das Seminar durchführt.

Wenn die Seminare online stattfinden, kannst du es dir an einem Ort der Wahl gemütlich machen und ein gemeinsames Wochenende virtuell erleben.

Die Seminare sind in drei Kategorien geordnet:

  • "Reflexion der eigenen Rolle"
  • "methodisch-didaktisch"
  • "inhaltlich-handlungsorientiert"

Der jeweilige Fokus bestimmt den Seminarinhalt, auch wenn es in den Seminaren immer wieder auch Überschneidungen zwischen Reflexion, Methodik, Inhalt und Handlung geben wird. 

Es gibt ► mehrere Möglichkeiten der Teilnahme. Du kannst dich kompakt zu verschiedenen Seminaren anmelden oder auch Einzelseminare besuchen, solange Plätze frei sind.
Bitte lies die Beschreibungen der Seminare gut durch. Prüfe dabei besonders, ob Ort und Datum dir passen, bevor du dich anmeldest!

Die Seminare für die Fortbildungsreihe 2024 stehen fest! Stöbere dich gerne durch melde dich an!

Flyer für die Fortbildungsreihe 2024:
► Flyer 2024

UPDATE: einige Seminare sind schon voll: Train the trainer Grundlagen, Dialog und Diskurs, Märchen von der Augenhöhe, Rassismus, Gender-Lobby.

Detaillierte Seminarbeschreibung 2024

Für das Jahr 2025 stehen die Seminare nicht fest. Lass dich auf die Interessierten-Liste setzen. Dann erhältst du alle wichtigen Infos für die Anmeldung. Schreib dafür einfach Clémence Bosselut eine E-Mail (bosselut[at]friedensdienst.de).

Dein Werkzeugkoffer für transformatives, wirksames Engagement!

Für viele Menschen wird "politisch leben" stark mit Verzicht assoziiert – weniger Fleisch, weniger Fliegen, weniger von allem. Vom ökologischen Fußabdruck, den es zu verringern gilt, lernt mensch schon in der Schule, und die Antworten der Politik auf tagesaktuelle Krisen (z.B. Inflation und Gas-Krise) tönen ins gleiche Horn, wenn es heißt "kürzer Duschen!".

Sicherlich braucht es Postwachstum und eine gesamtgesellschaftliche Kultur der Reduktion – wir wissen alle, wir können in Nordeuropa nicht leben wie bisher. Aber wie viel Last sollte auf dem Individuum liegen, wenn es massive Veränderungen auf struktureller Ebene braucht? Und wann macht Engagement Spaß – wenn es sich mit moralischem Druck am persönlichen Leben abarbeitet oder wenn es danach strebt, am System zu hebeln?

Im Rahmen dieses Seminars wollen wir dir den Hand-Print-Ansatz vorstellen. Er kommt aus Indien und wurde von Germanwatch aufgegriffen (siehe hier). Dabei geht es um das Gegenteil vom Fußabdruck, also um das, was wir aktiv und im Positiven bewegen und hinterlassen können. Ziel ist dabei, nicht auf der Ebene von Einzelpersonen zu verbleiben, sondern Institutionen und Infrastrukturen zu beeinflussen. Dafür braucht es jedoch manchmal ein anderes Handwerkszeug als für Engagement, das z.B. Privatpersonen aufklärt und sensibilisiert.

Wo liegen die Hebel für strukturelle Veränderungen? Wie lerne ich einzuschätzen, was realistisch ist und was nicht? Wie verschaffe ich mir Verbündete und nutze Netzwerke? Welche Wege führen in den Kontakt mit Entscheidungsträger*innen? Wie führe ich konstruktive Gespräche mit Menschen in Machtpositionen? Wie schütze ich mich selbst und sorge dafür, dass mein Projekt auch anderen nicht schadet? Diese, aber auch deine Fragen finden Raum.

Hier findest du das Programm und weitere Informationen

We also have some offers in Englisch. For more information, read here!

Überweisung an

AGDF
IBAN: DE73 3506 0190 1011 3910 16
BIC: GENODED1DKD
Verwendungszweck: "TN Vorname+Name-Hand-Print-2023-24"


 

Anmeldungen Fortbildungsreihe!

Die Anmeldungen für die Reihe 2024 laufen jetzt! Hast du die Checkliste vor der Anmeldung schon durch? Dann geht es hier weiter!

Praxistransferprojekt – was, wie, wo, für wen?

Das Praxistransferprojekt (auch "Praxisprojekt" oder nur "Projekt") ist ein wichtiger Bestandteil der Fortbildungsreihe: Es geht darum, in einem geschützten Rahmen ein Projekt zu einem Thema des Globalen Lernens selbst zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Dabei lernst du nicht nur viel über Projektmanagement, sondern auch über dich und gemeinsame Prozesse im Team. Ebenso wirst du sowohl von den anderen Teilnehmenden als auch von unserem Team beraten und begleitet.

Auf dem Start-up-Seminar gehst du deinem eigenen Praxisprojekt auf die Spur. Dort kannst du eigene Ideen entwickeln und dich mit anderen vernetzen und austauschen. Ebenso erfährst du dort alle wichtigen Informationen. Ein paar Hinweise haben wir hier für deine Orientierung schon einmal festgehalten.

In der Themenfindung sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: globale Machtverhältnisse, Migration und Flucht, Umweltveränderungen und Klimakatastrophe, natürliche Ressourcen und Energiegewinnung, Frieden und Konflikte, Weltwirtschaft, globalisierte Freizeit und Tourismus, Mobilität, Stadtentwicklung und Verkehr, Landwirtschaft und Ernährung, Postwachstum, Lebensstile, Armut und soziale Sicherheit, Ökosysteme und biologische Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte, Rassismus, Gender, Konsum …

Was ist deine Motivation? Worüber willst du mehr erfahren und lernen? Was willst du unbedingt mit anderen teilen?

Ob Kleinkinder in der KiTa deiner Schwester, Auszubildende und Studierende in deinem Jahrgang, zukünftige weltwärts-Freiwillige oder Bewohnende eines Altenheims – auch hier hast du die freie Wahl!

Lieber ein Flashmob für alle in der Fußgänger*innenzone oder eher ein Workshop in einer Jugendgruppe? Es ist dir überlassen, ob du Personen ansprechen möchtest, die sich schon mit deinem Thema beschäftigt haben oder lieber Menschen, die noch nichts davon wissen.

Du entscheidest, welche Zielgruppe du ansprechen magst und welche Zielgruppe dich anspricht.

Das macht ein Praxisprojekt für uns aus:


► Persönlich:
Deine Erfahrungen, deine Interessen und Hobbies und deine Netzwerke sind für dein Projekt das größte Potenzial. Ebenso kannst du dich natürlich von den Seminarinhalten der Fortbildungsreihe inspirieren lassen.


► Allein oder im Team:
Du kannst dein Praxisprojekt entweder allein machen oder maximal zu dritt mit anderen Teilnehmenden.


► Für die Öffentlichkeit: 
Andere Leute sollen von deiner Erfahrung, deinen Ideen und Aktionen profitieren.


► Kreativ
Wir werden gerne überrascht!


► Herausfordernd:
Das Projekt ist als Lernprojekt gedacht, bei dem wir erwarten, dass du für dich etwas Neues entdeckst und dich ausprobierst, statt altbekannte Dinge zu wiederholen. Du kannst den Rahmen nutzen, um dich über etwas, dass du nicht ganz allein machen könntest, mit mehreren kompetenten Leuten auszutauschen.


► Realistisch:
Trotz Kreativität und Herausforderung solltest du deine zeitlichen, fachlichen und ganz persönlichen Ressourcen realistisch einschätzen.


► Transparent und Prozessorientiert
Nicht alles klappt immer so, wie es geplant war. Misserfolge bringen auch sehr viel, wenn du sie wahrnimmst, analysierst und reflektierst. Wir sind also interessiert, von ihnen zu erfahren. Deshalb beschreibe einfach, wie es wirklich geschehen ist.

Bild von Mira Schönegge

Awareness – alle sollen sich wohlfühlen!

Die Fortbildungsreihe befindet sich seit Jahren in einem Prozess zu einem diskriminierungssensiblen Lernraum, in dem sich möglichst alle wohlfühlen sollen. Dafür verwenden wir ein Awareness-Konzept. Awareness kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Bewusstsein" oder "Sensibilität". 

Awareness-Konzepte können einerseits in einer diskriminierenden oder grenzüberschreitenden Situation unterstützen als auch vorbeugend wirken und manchen Menschen überhaupt erst ermöglichen, sich in Räumen aufzuhalten und teilzunehmen.

Flyer Fortbildungsreihe 2024

Du willst 2024 an der Fortbildungsreihe teilnehmen? Hier findest du bereits den Flyer mit den angebotenen Seminaren. Stöbere dich durch und lass dich für weitere Informationen auf die Interessierten-Liste setzen (E-Mail an: bosselut[at]friedensdienst.de).

Unser Awareness-Konzept

Unser Awareness-Konzept beruht auf unserem Leitfaden zu Macht und Kommunikation "Du, Ich, Wir und diese Strukturen". Einige Elemente davon sind sehr routiniert geworden, andere brauchen länger und wieder andere entwickeln sich im Laufe der Zeit Dank eurer Anregungen. Im Folgenden findest du konkrete Punkte, mit denen wir versuchen, Awareness auf ganz verschiedenen Ebenen umzusetzen und mitzudenken.

In Bezug auf die thematischen Interessen, die Lebenssituationen oder die Erfahrungen mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen (Rassismus, Heteronormativität, Ableismus, Sexismus, Alter, Klassismus ...) merken wir immer wieder, wie wichtig und gut es ist, dass unser Team eine Vielfalt an Lebensrealitäten und Erfahrungen widerspiegelt. Das schaffen wir zum großen Teil und zugleich wissen wir, dass wir noch im Prozess sind.

Awareness kann ganz konkret räumlich umgesetzt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir versuchen, auf den Seminaren einen Rückzugsraum für Ruhe, Durchatmen, Entspannen etc. einzurichten.  Ebenso versuchen wir, nicht-binäre/all gender Toiletten anzubieten.
Auch eine barrierearme/-freie Teilnahme möchten wir ermöglichen, auch wenn sich die Bedingungen je nach Tagungshaus unterscheiden können.

Sag uns, was du brauchst und wir finden gemeinsam eine Lösung!

Wir versuchen, die Inhalte der Seminare immer wieder kritisch zu beleuchten. Wir gehen davon aus, dass viele Themen zusammenhängen und unsere Gesellschaft strukturieren. Dabei lassen sich viele Fragen stellen: Wer wird in unserer Gesellschaft bevorzugt? Wer benachteiligt und diskriminiert? Inwiefern wirken historische Kontinuitäten noch immer fort und spiegeln sich zum Beispiel in Rassismus wider? Welche Rolle spielt Geschlecht?

Viele der Strukturen hängen zusammen und bedingen sich gegenseitig. Diese auf ganz verschiedenen Ebenen und die daraus resultierenden Erfahrungen zusammenzudenken, nennt sich Intersektionalität. Auf unseren Seminaren versuchen wir daher, diese Strukturen auf gesellschaftlicher, aber auch ganz persönlicher Ebene zu beleuchten und zu reflektieren.

Auch Sprache kann ein Instrument sein, um andere Menschen auszuschließen. Manchmal passiert das ganz unbewusst und wir merken gar nicht, dass nicht alle verstehen, was wir sagen oder sich nicht alle angesprochen fühlen. Auf den Seminaren versuchen wir daher, dafür zu sorgen, dass alle folgen können. Und dafür sind wir alle verantwortlich.

Wir möchten dich einerseits ermutigen, deine Sprache zu hinterfragen, zum Beispiel: "Benutze ich viele Fachwörter?", "Spreche ich alle an?", "Verwende ich Wörter, die andere vielleicht verletzen?" Und wir möchten dich andererseits bestärken, nachzufragen, wenn du etwas nicht verstehst. Mit Sicherheit gibt es andere, denen es genauso geht. Dein Mut hilft also nicht nur dir! 

Gleichzeitig ist uns aber auch bewusst, dass wir oft keine einfache Sprache benutzen. Ebenso ist die Sprache auf den Seminaren Deutsch. Einige Teilnehmende fühlen sich in anderen Sprachen wohler. Daher der Hinweis: Die Projektanträge und die Kommunikation mit der Koordination können auf Deutsch, Englisch oder Französisch gemacht werden.

Wir haben auch versucht, viele der Themen und Begriffe verständlicher zu machen, um die es auf den Seminaren geht. Deshalb haben wir den Leitfaden zu Macht und Kommunikation auf Seminaren „Du, Ich, Wir und diese Strukturen“ auch in einfache Sprache übersetzt. 
► Schau doch gern mal rein!

Kein Mensch ist perfekt, auch unsere Sprache und unser Handeln nicht!

Fehler gehören zum gemeinsamen Kommunizieren und Agieren dazu. Alle sind Lernende, das stellen wir immer wieder fest. Jede Person steckt in anderen Prozessen, kann zum Beispiel in einer Thematik super vertieft sein und kennt sich mit etwas anderem noch gar nicht aus. So haben wir zum Bespiel beobachtet, dass es auch auf unseren Seminaren manchmal Unsicherheiten gibt, was die Wahl der "richtigen Sprache" betrifft (z.B. Gendern). Wenn du Angst hast, dich nicht korrekt auszudrücken oder wenn du unsicher bist: Deine Unsicherheit ist willkommen, sie zeigt, dass du im Lernprozess bist!

Wir bieten im Laufe des Jahres ein Empowerment-Raum für BIPoC Menschen an (im Rahmen von Seminaren und online). Das ist ein Raum für Menschen mit Rassismuserfahrungen / BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). Es bietet einen Ort, Rassismus- und andere Ausgrenzungserfahrungen zu bearbeiten, sich selbstermächtigend mit diesen auseinanderzusetzen und Empowerment-Strategien zu diskutieren und gegebenenfalls zu erproben.

"Du, Ich, Wir und diese Strukturen" – 2. Auflage

Kennst du schon unsere Publikation zum Thema Macht und Kommunikation auf entwicklungspolitischen Seminaren? Die neue Auflage ist jetzt da, mit neuen Inhalten und Anregungen: Ob du Teilnehmer*in, Teamer*in oder Organisator*in bist, hier findest du viele Schätze!

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