Rassismus, Gesellschaft und Ich. Einstiegsseminar

Themenkategorie: Reflexion der eigenen Rolle

Veranstalter und Ort: 

  • EIRENE
  • Neuwied

Datum: 

10.03.2017 bis 12.03.2017

Im Rahmen eines dreitägigen Workshops, wollen wir zusammen mit euch aufdecken, wie rassistische Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata, strukturell, nicht nur der Gesellschaft, sondern auch in jedem von uns, implementiert sind und versuchen folgenden Fragen zu beantworten: wo handeln wir rassistisch, wo schauen wir weg und warum?

Im Mittelpunkt steht dabei die Reflexion der eigenen Biographie im Hinblick auf weiße Privilegien, Prägungen, Strukturen und Verhaltensweisen. Dabei betrachten wir Rassismus nicht als das Problem von Vereinzelten, sondern, als systematisch auf die gesamte Gesellschaft wirkend, deren Strukturen durch unser Handeln reproduziert werden.

Ziel ist es, einen Anfang dahingehend zu machen, strukturellen Rassismus zu erkennen, dessen Ursachen und Konsequenzen zu verstehen und schlussendlich einen verantwortungsbewussten Umgang mit der eigenen Position im gesellschaftlichen Machtgefüge zu finden.

Um das auf den Weg zu bringen, müssen wir uns zu aller erst für Rassismen um und in uns sensibilisieren, sie sichtbar machen und kritisch hinterfragen sowie Strategien entwickeln, um damit dann nach dem Seminar weiter zu gehen.

Theoretisch näheren wir uns dem Thema mithilfe wissenschaftlicher  Theorien aus dem Feld der Rassismus- und Migrationsforschung und des Post-Kolonialismus. Ausgehend vom Europäisch-Amerikanischen Imperialismus bis zum heutigen Deutschland in Zeiten der Globalisierung, werden wir den Weg nachzeichnen, wie und zu welchem Zweck Rassismus konstruiert und legitimiert wurde/wird.

Der Transfer zwischen rassismuskritischer Theorie und eigenem Handeln gestalten wir durch die Methode des Forumtheaters nach Augusto Boal.

Es werden eure eigenen sowie Beispiele aus den Medien als Analysefelder eingebracht, um einen Einblick zu bekommen, wie Bilder und Stereotype tradiert werden. Hierbei ist eine Triggerwarnung wichtig, dass rassistische Beispiele in unserem Workshop im Analysekontext betrachtet werden.